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GW 03

Bauprovisorien

Planung, Einbau, Betrieb und Rückbau der Bauprovisorien | Baustrom | Baubeleuchtung | Baukommunikation | Ortung | Baulüftung | Überwachung aller Bauprovisorien im Logistik- und Sicherheitsleitstand | Einbindung der provisorischen Tunnelentwässerungsanlagen

Die ARGE ALPTRANSIT BRENNER ist verantwortlich für die Planung, den Einbau, den Betrieb und den Rückbau der gesamten Bauprovisorien im Haupttunnel, den Rettungsstollen als auch den Querschlägen, den Schächten und den Gebäuden.

Baubeleuchtung

Ca. 3.200 Leuchtstoffbalken werden installiert, davon jede zweite mit einem Akkusatz für eine Brenndauer von mind. 3h. Die Beleuchtung kann zentral über die Leitstelle ausrüstungsabschnittbezogen gesteuert (EIN/AUS) werden.

Baustromversorgung

5 Einspeisepunkte mit Notstromaggregaten, ca. 40 Trafos 10/0,4 kV für die Verteilung über die Strecke, ca. 220 Einspeiseverteiler für den Anschluss der mobilen Elektranten oder andere Verbraucher (Lüfter, Pumpen, Betonrüttler, Arbeitsbeleuchtung) und nochmals ca. 220 Stromanschlüsse an den KVS (Kommunikations- und Verteilerschränke) werden zum Aufbau der Baustromversorgung benötigt. Es werden jeweils ca. 40 km HS, NS und LWL Kabel montiert.

Baukommunikation

In der Leistelle laufen alle Informationen zusammen, auch die Kommunikationszentrale ist hier unterge-bracht. Um eine möglichst hohe Redundanz zu erreichen, gibt es zwei separate Telefonanlagen. Eine ist nur für die im Tunnel installierten Notruftelefone (ca. 230 Stück) zuständig und die andere regelt die interne und externe Kommunikation über IP Festnetztelefone oder WLan Funkgeräte (im Endausbau werden ca. 300 WLan Funktelefone im Einsatz sein). Die Notruftelefone stellen beim Abheben automatisch eine Verbindung zur Leitstelle her und übermitteln der Leitstelle den aktuellen Standort der Person. Alle Informationen (auch die Datenübertragung) laufen über ein Netz (LWL Ring), welches redundant ausgelegt ist.

Zutritt- und Ortungssystem

Der gesamte Baustellenbereich inklusive des Tunnelsystems wird mit einem Zutritt- und Ortungssystem ausgestattet. Jede Zufahrt (11 Stück) und jeder Zutritt (43 Stück) wird mit einem Kontrollsystem ausgestattet. Die Zufahrten werden mit einer Schrankenanlage ausgestattet, die nur bei vorhandener Berechtigung öffnet und somit das Fahrzeug und die Insassen über aktive Batches (Tags) erfasst. Für eine zusätzliche Kontrolle sorgen insgesamt 24 Videokameras an den Zufahrten, die über Monitore in der Leitstelle einen Einblick über die Situation vor Ort geben. Die Ortung im Tunnel erfolgt über die Batches - mit denen jeder Mitarbeiter und jedes Fahrzeug ausgestattet sein muss – und notwendigen Lesern (ca. 93 Reader) die im KVS (Kommunikations- und Verteilerschrank) untergebracht sind. Eine Ortungssoftware im Leitstand visualisiert diese Daten und erleichtert eine Zuordnung der Person mit dem aktuellen Aufenthaltsort.

Über dieses System lassen sich schnell und genau Noteinsätze (Feuerwehr, Rettungsdienste) koordinieren.

Tunnelalarmsystem

Dieses System wird für eine schnelle Räumung der Tunnelanlage in einem Notfall benötigt. Jeder KVS (220 Kommunikations- und Verteilerschränke) ist mit einer orangenfarbenen und einer roten Drehleuchte ausgestattet, die über ein Signalhorn unterstützt werden. Bei einer Auslösung über die Leitstelle wird je nach Priorisierung eine sofortige Räumung oder eine Warnmeldung (Rücksprache mit der Leitstelle) signalisiert.

Baulüftung und Luftgütemessung

Jeder Ausrüstungsabschnitt wird mit zwei fest installierten Luftgütemessstellen ausgestattet. Die verschiedensten Messwerte (Luftgüte und Luftgeschwindigkeit) werden über eine Software im Leitstand erfasst und visualisiert. Bei Grenzwertüberschreitung wird ein Alarm ausgegeben und die nötigen Maßnahmen bis hin zur Räumung des Tunnels eingeleitet. Für das Projekt wurde ein flexibles Lüftungskonzept gewählt. An jedem KVS (alle 250 m ist ein Kommunikations- und Verteilerschrank im Tunnel installiert) kann ein Strahlventilator strom- und auch kommunikationstechnisch angeschlossen werden. Diese lassen sich dann jeweils einzeln über die Leitstelle steuern.

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